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Freitag, 25. Februar 2011

Kap 2

KAP 2


                       Was soll ich machen und erste Begegnung


Alice Sicht :

Nachdem Bella mich angerufen hatte, machte ich mir ziemliche Sorgen um Sie. Was hatte nur Mike getan ? Er war mit Bella doch schon ein Jahr zusammen und sie schienen immer so glücklich zu sein. Aber so konnte man sich irren. Ich konnte mir keinen großen Reim auf ihren Anruf machen, nur so viel stand fest...Mike hatte Bella schwanger aus der Wohnung geworfen. Ich musste mich gewaltig zusammen reißen um meine Arbeit Fehlerlos zu machen. Dr. Cullen merkte mir an, das etwas mit mir nicht stimmte.

" Alice, ist alles in Ordnung mit Ihnen ?", er sah mich fragend an und zog seine Augenbrauen in die Höhe.

" Hmm...geht schon. Wäre es in Ordnung, wenn in meiner Mittagspause meine Freundin hier her kommt ?", fragte ich Ihn.

" Ja, aber darf ich fragen wieso ?", er drehte sich um und zog sich dabei die Handschuhe aus, die er bei der Behandlung einer Patientin an hatte. Dann ging er zum Waschbecken und wusch sich die Hände.

" Na ja, sie hat mich vorhin total aufgelöst angerufen und ist völlig fertig. Sie braucht dringend Hilfe. Ich wollte in meiner Mittagspause mit ihr sprechen und versuchen, mit Ihr eine Lösung zu finden ", sagte ich Ihm und hoffte auf sein Verständnis.

" Das geht in Ordnung, solange die Arbeit nicht darunter leidet ", damit drehte Er sich um und ging in sein Büro. Es war Gott sei Dank kein Patient mehr da, es war auch schon kurz vor eins. Meine Pause fing gleich an und ich wartete ungeduldig auf Bella, sie müsste eigentlich gleich da sein. Also hatten wir zwei Stunden um zu reden, ich ging schon mal nach vorne zum Empfangstresen, als auch schon die Tür auf ging und Bella mit einem ziemlich schwer aussehenden Koffer in der Hand rein kam.

" Man Bella, gib mir den Koffer, der ist viel zu schwer für dich ", ich lief auf sie zu und nahm Ihr den Koffer ab. Dann nahm ich sie in den Arm und Bella fing gleich bitterlich an zu weinen.

" Komm her süße ", ich drückte Bella eng an meine Brust und lies sie weinen. Das würde Ihr gut tun.

" Lass uns nach hinten gehen, da können wir ungestört reden. Deinen Koffer stellen wir hinten rein ", ich zog Bella mit mir mit und ging in unseren Pausenraum. Ihren Koffer stellte ich in die Ecke und Bella drückte ich auf eine Stuhl und gab ihr ein Taschentuch. Sie sah gar nicht gut aus, richtig blass war sie im Gesicht, was ja auch kein Wunder war.

" Nun erzähl erst mal, was ist los...was ist passiert ?", ich setzte mich Ihr gegenüber und sah Bella fragend an. Sie sah mich an und fing dann an zu erzählen.

" Also, als ich Mike heute Morgen erzählt hatte, das ich schwanger bin, grinste er mich an und meinte, das ich ja jetzt gehen könnte und wenn das Kind dann da wäre, würde er kommen und es sich holen. Während unserer gesamten Zeit die wir zusammen waren, hatte er eine...feste Freundin. Jessica. Sie kann wohl keine Kinder bekommen und da haben sie gedacht, er könnte mich schwängern und dann hätten sie das Objekt ihrer Begierde, MEIN BABY !", Bella erzählte erst ganz leise, wurde aber immer lauter mit Ihrer Ausführung. Die Tränen liefen wieder in Bächen von Ihren Wangen.

" Er will sie heiraten und da er eine feste Arbeit hat und sie dann verheiratet sind, meinte er...bekommen sie auch ganz leicht MEIN BABY. Da ich ja keinen Mann und auch keine Arbeit habe, somit auch nicht für das Baby sorgen könnte. Alice, ich habe solche große Angst, das er damit durch kommt. Ich will mein Baby nicht verlieren, ich liebe es jetzt schon, ich kann nicht ohne es leben. Lieber würde ich sterben !", schluchzte Bella und vergrub Ihren Kopf in Ihren Händen. Sie tat mir so Leid.

" Du kommst jetzt erst einmal mit zu mir und dann sehen wir weiter ", ich sah Sie an, aber Bella schüttelte Ihren Kopf.

" Das geht nicht Alice. Ich muss mir jetzt erst einmal eine Arbeit suchen und eine Wohnung, ich weiß nur noch nicht, wie ich die bezahlen soll. Das war alles sein Plan, er wusste schon, warum ich nicht arbeiten sollte ", Bella sah mich aus geröteten Augen an. Die Arme, sie tat mir unendlich Leid. Es musste doch einen Weg geben oder etwa nicht ?

" Und was willst du arbeiten ? Ich meine, du musst erst einmal etwas finden ".

" Ich weiß es noch nicht, ich weiß nur, das ich alles nehme was kommt. Ich bin nicht wählerisch. Hauptsache ich habe eine Arbeit ", Bella sah jetzt traurig auf den Tisch. Auf einmal merkte ich eine Person hinter Bella in der Tür stehen.

" Ähmm...Alice, könnten Sie bitte nach her diese Annoncen für mich Telefonisch aufgeben ?", Dr. Cullen stand in der Tür und sah uns irgendwie merkwürdig an.

" Klar mache ich Dr. Cullen, was ist es denn ?", fragte ich Ihn und sah noch mal Bella ins Gesicht. Die wirkte etwas verlegen.

" Einmal brauchen wir eine Neue Reinigungskraft, weil unsere Ms. Taylor gekündigt hat, und dann brauche Ich noch eine Neue Babysitterin für meine Prinzessin. Tiffany ist total ungeeignet ", sagte er und zog dabei seine Augen zusammen. Er kam zu uns an den Tisch und gab mir die Blätter, wo alles nötige drauf stand.

Bella sprang auf einmal von ihrem Stuhl auf und drehte sich Richtung Tür. Was hatte sie denn jetzt vor ?

" Bella wo willst du hin ?", fragte ich sie und stand ebenfalls auf. Dr. Cullen sah von mir zu Bella und wieder zurück. Man sah Ihm an das er im Moment gar nichts verstand.

" Ich muss weg...mir läuft die Zeit davon. ER WIRD NICHT MEIN BABY BEKOMMEN, LIEBER STERBE ICH !!!", schrie sie und lief aus der Praxis davon. Ich war sprachlos.

" Was ist den passiert ?", man sah an, das Dr. Cullen total verwirrt war.

" Es ist kompliziert ", sagte ich ihm und setzte mich wieder hin. Das musste ich erst einmal sacken lassen. Dr. Cullen setzte sich zu mir hin und sah mir ins Gesicht.

" Ich kann zuhören, wenn Sie reden möchten ", ich sah Ihm an, das er es ernst meinte. Sollte ich Ihm von Bellas Problemen erzählen ? Es ginge Ihm ja eigentlich nichts an. Ich schenkte uns erst einmal einen Kaffee ein und stellte Ihm eine Tasse hin.

" Danke ".

" Ich weiß nicht, ob ich es Ihnen erzählen sollte. Es ist schon eine heftige Sache die mit Bella gemacht worden ist ", ich trank einen Schluck von meinem Kaffee und sah Ihm in die Augen. Sie hatten so eine Intensive grüne Farbe, man konnte sich in sie verlieren.

" Es tut mir Leid, ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten, Sie müssen es mir nicht sagen, es geht mich ja auch nichts an ", sagte er mir und wollte sich von seinem Stuhl erheben.

" Nein es ist schon in Ordnung. Bella war bis heute Morgen ein Jahr mit Mike zusammen. Sie sind was ich bis jetzt beurteilen konnte, immer glücklich zusammen gewesen. Als sie Ihm heute Morgen erzählte, das sie schwanger ist, sagte er Ihr grinsend....das sie ja jetzt gehen könnte und wenn das Baby da sei, würde er kommen und es sich holen. Er hatte in der gesamten Zeit in der sie zusammen waren, eine feste Freundin. Die will er jetzt heiraten und weil sie wohl keine Kinder bekommen kann, brauchten sie Bella. Sie wollen Ihr das Baby wegnehmen und weil sie keine Arbeit und keinen Mann vorweisen kann mit dem sie verheiratet ist, sieht es für sie wohl auch nicht so gut aus. Mike hat dann alles das was sie nicht hat, Arbeit und eine Ehefrau !", schloss ich meine Rede und sah Ihn genau an. Was dachte er denn jetzt wohl.

" Ich hoffe nur, das sie jetzt nicht durchdreht und die Nerven behält. Sie liebt Ihr Baby jetzt schon über alles ", Dr. Cullen sah mich nachdenklich an und lehnte sich in seinen Stuhl zurück.



Edwards Sicht :

Ich lehnte mich auf meinem Stuhl zurück und nahm einen Schluck von meinem Kaffee. Man konnte doch einer Mutter nicht ihr Kind wegnehmen, Kinder gehörten zu Ihren Müttern. Ich sah die Freundin von Alice ja nur kurz, aber Ihre Äußerung, das sie lieber sterben würde, als Ihr Kind herzugeben, beeindruckte mich mächtig. Wenn ich das alles doch nur damals bei Jane gesehen hätte, wäre ich der glücklichste Mann gewesen. Aber nein, für sie war ja Ihr Kind nach kurzer Zeit eine Belastung. Jane hatte sich lieber einen anderen Mann gesucht und mich und Emily einfach verlassen. Sie wollte sie noch nicht einmal mehr sehen, das tat mir am meisten weh. Mein Herz und meine Seele haben dabei so sehr gelitten, das ich nie wieder eine Frau haben wollte, und bis zu dem heutigen Zeitpunkt blieb ich auch dabei.

" Was für eine Arbeit will den Ihre Freundin haben ?", fragte ich Alice ganz beiläufig.

" Sie sagte, sie nimmt alles, Hauptsache es ist eine Arbeit. Und eine Wohnung braucht sie auch noch. Er hat sie heute Morgen einfach auf die Straße gesetzt. Ich habe Ihr ja angeboten bei mir zu wohnen, aber sie will mir wohl nicht zur Last fallen ", sagte Sie mir.

" Er hat Sie einfach schwanger vor die Tür gesetzt ?", ungläubig sah ich Alice an. Sie nickte nur und Stöhnte dann auf.

" Mike sagte wohl, er kommt wenn das Baby da ist. Und Er hat dann alles das, was Bella nicht hat ", ich konnte es nicht fassen, was Sie mir alles gesagt hatte. In mir reifte eine Idee und ein Gedanke kam mir.

" Na ja...ich meine wir haben eine Arbeit zu vergeben und für meine Prinzessin brauche Ich auch noch jemanden. Also wenn Ihre Freundin Interesse hat, könnten wir es mit Ihr versuchen, wenn Sie will ", sagte ich und Alice sah mich mit großen Augen an.

" Das würden Sie tun ? Einfach so ?", Sie sah mich ungläubig an.

" Alice, hören Sie...ich werde Ihnen jetzt etwas erzählen, und das habe ich noch niemanden erzählt, und das bleibt auch bitte unter uns !", Sie nickte und ich fing an zu erzählen.

" Wie Sie ja wissen bin ich geschieden und habe eine dreijährige Tochter. Als Emily vor drei Jahren geboren wurde, war noch alles in Ordnung, aber nach nur zwei Monaten ging Jane meine damalige Frau jedes Wochenende Party machen. Ich blieb immer zu Hause und passte auf unsere Tochter auf. Eines Tages kam sie zu mir und teilte mir mit, das sie einen anderen Mann kennengelernt hatte und sie verließ mich und auch Emily. Kurze Zeit später waren wir geschieden und Sie hatte auf alle Rechte bezüglich Emily verzichtet. Sie wollte sie noch nicht einmal mehr sehen. Ich kann es bis heute nicht verstehen, wie eine Mutter einfach so Ihr Kind im Stich lassen kann. Ich muss sagen, Ihre Freundin imponiert mir. Sie liebt Ihr ungeborenes Baby schon so sehr, wie Jane es die ganze Zeit nicht einmal bei unserem Kind getan hatte. Eine Frau die Ihr ungeborenes Kind schon so sehr liebt, muss man einfach helfen. Und wenn Sie es möchte, kann Sie gerne die Arbeit haben, natürlich erst einmal zum Probemonat und dann sehen wir weiter. Ich weiß ja auch nicht, ob Babysitten Ihr überhaupt liegt ", schloss ich meine Rede.
Alice schaute mich nur ungläubig an. Sie konnte wohl das eben gehörte nicht so recht glauben.

" Meinen Sie das Ernst ?".

" Natürlich, darüber mache Ich keine Scherze...also sprechen Sie mit Ihr darüber und geben Sie mir dann bescheid. So wir müssen wieder an die Arbeit ", sagte ich und stand auf. Es war mir so ernst wie noch nie etwas anderes gewesen. Wieso sollte ich nicht jemanden helfen, der es bitter nötig hatte ? Nur weil ich mir geschworen hatte, nie wieder eine Frau in mein Herz zu lassen, hieße das nicht, nicht doch zu helfen wenn ich es könnte. Und Bella brauchte unter diesen Umständen dringend Hilfe. Hoffentlich würde Sie auch die Hilfe annehmen.



                                                * ~ *

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