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Freitag, 1. April 2011

Kap3

 


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                                                               Das Angebot und Überredungskünste     



Bellas Sicht :

Nachdem ich aus der Praxis weggelaufen war, wusste
ich nicht wohin. Ich war so aufgewühlt. Ich hatte Alice
alles erzählt und ausgerechnet dieser Dr. Cullen musste 
das mitbekommen. Wie viel hatte er gehört ? Mir war 
das so peinlich gewesen, das ich kurzentschlossen weg 
bin. Jetzt ging ich durch Seattle von einem Laden zum 
nächsten und fragte überall, ob sie Arbeit für mich hätten. 
Ich bekam überall die gleiche Antwort.

" Tut uns sehr Leid, aber wir brauchen niemanden ".

Wie sollte ich denn Arbeit finden, wenn niemand jemanden
benötigte ? Ich würde wirklich alles machen, vom Tellerputzer
über Putzfrau, sogar die Toiletten würde ich putzen. Aber es 
gab einfach keine Arbeit für mich, das würde schwieriger 
werden, als ich gedacht hatte, und eine Wohnung brauchte ich 
auch noch. Ich konnte doch nicht einfach bei Alice einziehen. 
Nein, das würde ich nicht machen, sie bräuchte auch ihre 
Privatsphäre. Obwohl ich glaubte, das Alice ausflippen würde, 
wenn ich ihr sagte das ich nicht bei ihr wohnen würde.

Ich war so müde, mich nahm die ganze Sache mehr mit, als 
ich zugeben wollte. Ich merkte wie mir leicht schwindelig wurde, 
was auch kein Wunder war, denn ich hatte seid gestern Abend 
nichts mehr gegessen und das letzte heute Morgen getrunken. In 
der nähe sah ich einen Park und dort ging ich erst einmal hin. Ich 
musste mich erst einmal hinsetzten und ausruhen, seid ein paar 
Stunden lief ich bereits durch die Stadt und mittlerweile taten mir 
auch schon die Füße weh. Ich setzte mich auf eine der Bänke die 
dort standen und strich mir automatisch über meinen Bauch. Ich
würde mein Baby niemals hergeben, das konnte ich einfach nicht. 
Auch konnte ich es nicht nachvollziehen, wenn Mütter einfach ihre
Babys weg gaben oder wegmachten, aus welchen Gründen auch
immer. Das war so was von herzlos. Mir liefen schon wieder Tränen 
im Gesicht runter die ich einfach wegwischte. Ich merkte, das mein
Handy klingelte, Gott sei Dank hatte ich noch eins, das hatte Maik 
vergessen mir wegzunehmen. Ich sah auf das Display, Alice stand 
dort. Na toll, die würde mir die Hölle heiß machen.

" Ja ?", sprach ich leise ins Handy.

" Bella, verdammt wo bist du ? Ich versuche schon eine Ewigkeit 
dich zu erreichen. Weißt du überhaupt, was ich mir für Sorgen um
dich gemacht habe ? Du kannst doch nicht einfach so abhauen....", 
schrie sie ins Handy, ich ließ sie aber nicht mehr ausreden.

" Beruhige dich Alice, mir geht es gut ", flüsterte ich und merkte
meine Erschöpfung und das Schwindelgefühl wurde wieder stärker.

" Bella das stimmt doch nicht, ich höre es an deiner Stimme. Wo bist 
du und was ist los und sag mir jetzt nicht, das es dir gut geht ", Alice 
war richtig wütend aber auch besorgt, das hörte ich raus.

" Ich bin durch Seattle gelaufen und habe überall nach Arbeit gefragt, 
aber niemand braucht jemanden. Jetzt sitze ich in einem Park hier an
der Stadt, ich brauchte eine Pause, weil....", sollte ich ihr wirklich die 
Wahrheit sagen ? Sie würde sich doch nur unnötig Sorgen machen, 
und das wollte ich nicht.


Alice Sicht :

" Was...was ist mit dir ?", ich bekam Panik. Irgendetwas stimmte 
nicht und sie wollte es mir nicht sagen.

" Na ja, mir war ein bisschen schwindelig und da habe ich mich in 
den Park gesetzt und...", ich lies sie nicht mehr ausreden.

" Dir war was ? Wann hast du zum letzten Mal etwas gegessen und
getrunken? Und ich will die Wahrheit wissen !", jetzt war ich definitiv 
sauer. Verdammt sie ist schwanger und musste auf sich aufpassen.

" Na ja, gestern Abend, heute Morgen hatte mich doch Maik gleich
vor die Tür gesetzt ", man merkte Bella an, das es ihr peinlich war, 
dies zuzugeben. Ich stöhnte nur noch auf.

" Pass auf Bella ", ich sah auf meine Uhr und merkte dabei nicht, das
Dr. Cullen hinter mir stand. " In ein paar Minuten habe ich Feierabend, 
du bleibst da jetzt sitzen und ich hole dich dort ab ", sagte ich zu ihr
und duldete keine Wiederworte.

" Ich kann auch alleine gehen ", sagte Bella mir doch allen ernstes.

" In welchem Park bist du ?", ich ging überhaupt nicht auf ihre Äußerung 
ein.

" Ähm, in dem Park in der Nähe der Praxis ".

" Gut ich komme und hole dich, und du bewegst dich nicht vom Fleck.
Oder willst du dein Kind gefährden ? Dir geht es nicht gut und ich
lasse dich garantiert nicht alleine gehen ", sagte ich ihr und drehte mich 
dabei um und sah genau in das Gesicht von Dr. Cullen.

" Hmm...ist in Ordnung. Alice ? Bist du mir noch böse ?", Bella fing an
zu weinen und ich konnte ihr dabei einfach nicht mehr böse sein. Wie
auch, sie konnte doch an der ganzen Sache nichts.

" Nein bin ich nicht, aber sei bitte nicht mehr so leichtsinnig. Wir reden 
dann nach her. Ich habe eventuell eine Lösung für dich, also bis gleich ",
ich legte auf und musste erst einmal tief Luft holen. Ich strich mir mit meiner 
Hand über das Gesicht, wieso musste er das auch mit Bella machen.

" Alice ist alles in Ordnung mit Ihnen ?", Dr. Cullen sah mich fragend an.

" Ich habe endlich Bella erreicht. Sie ist die ganze Zeit von einem Laden
zum nächsten gerannt und hat nach Arbeit gefragt. Aber niemand brauchte
jemanden. Dann ist ihr schwindelig geworden, und sie hat sich in den Park
hier in der Nähe hingesetzt. Sie hat doch allen ernstes das letzte Mal 
GESTERN ABEND etwas gegessen ", zum Ende des Satzes wurde ich 
immer lauter. Ich konnte es immer noch nicht glauben und schüttelte mit
meinem Kopf.

" Moment, aber sie ist doch schwanger, sie und auch das Kind müssen 
etwas haben ", er zog seine Augenbrauen zusammen und man sah ihm an,
das er darüber nachdachte.

" Habe ich ja auch gesagt, aber wie es aussieht, hat Bella wohl kein Geld 
dabei. Wie ich Maik kenne, hat er ihr alles abgenommen. Ich gehe gleich
nach Feierabend hin und hole sie ab ", dabei sah ich wieder auf meine Uhr.
Noch Zehn Minuten.

" Sie können schon gehen, wenn sie wollen und sprechen Sie mit ihr über
mein Angebot. Ich würde mich freuen, ihr helfen zu können. Und wenn sie 
es sich zutraut mit einem dreijährigen Kind umzugehen, können wir es mit
ihr versuchen. Den Tiffany ist alles andere als zuverlässig. Ich könnte
wirklich jemanden gebrauchen, dem ich meine Prinzessin anvertrauen kann ",
er lächelte dabei, er dachte wohl an seine Tochter.

" Danke, werde ich machen, obwohl ich glaube, das es schwer werden 
dürfte. Bella ist so was von Stur, wie ein Maulesel ", dabei lachte ich und
Dr. Cullen viel in mein lachen mit ein.

Ich zog mich noch schnell um und holte meine Tasche um mich auf den Weg
zu Bella zu machen. Gott sei Dank hatte ich mein Auto dabei, denn ihr Koffer
musste auch noch mit. Es war wirklich nett von Dr. Cullen, das er mich schon 
früher gehen lassen hat. Er hatte so viel Verständnis für Bella ihre Lage, ich 
hoffe nur das sie sein Angebot annehmen würde. Das hieße, sie heute
Abend noch bearbeiten, und Morgen einfach mitnehmen, damit sie sich mit 
ihm über alles weitere besprechen konnte.


Edwards Sicht :

So wie es aussah, war kein weiterer Patient mehr da. Endlich geschafft, 
ich freute mich schon auf meine Prinzessin. In der Woche hatte ich einfach 
zu wenig Zeit für sie weil ich ja arbeiten musste. Aber dafür holten wir alles am Wochenende nach. Das war dann immer unsere Zeit zusammen.
Ich ging nach vorne und hörte Alice ganz aufgeregt telefonieren. Sie war
irgendwie sauer, aber warum und auf wenn ? Nachdem Alice dann aufgelegt
hatte, sagte sie mir, das sie mit Bella gesprochen hatte. Sie war wohl die
ganze Zeit seid dem sie hier weg war, durch Seattle gelaufen und hatte überall 
nach Arbeit gefragt. Das imponierte mir, sehr sogar. Sie tat wirklich alles um
an Arbeit zu kommen. Alice erzählte mir dann, das Bella im Park saß weil ihr
schwindelig geworden war. Sie hatte wohl gestern Abend das letzte Mal
etwas gegessen. Das ging doch nicht, sie war schwanger und musste etwas
zu sich nehmen. Aber wie Alice mir sagte, hatte dieser Maik sie gleich 
heute Morgen rausgeworfen und das wohl auch noch ohne Geld. Ich konnte 
so etwas nicht nachvollziehen. Wie konnte man jemanden so etwas nur antun
und zumal noch jemanden, der ein Kind von einem bekam. Ich konnte nur 
hoffen, das sie mein Angebot annehmen würde, aber Alice wollte sie heute
Abend noch bearbeiten. Ich schickte dann Alice, da wir sowieso keinen 
Patienten mehr hatten, früher in den Feierabend, damit sie sich um Bella
kümmern konnte.


Alice Sicht :

Ich kam in dem Park an und suchte Bella, die ich auch dann sehr schnell
fand. Sie saß auf einer Bank und war sehr bleich im Gesicht.

" Man Bella, was machst du nur für Sachen. Wir fahren jetzt nach Hause
und auf dem Rückweg holen wir uns noch eine Pizza ", ich nahm Bella in 
den Arm und drückte sie erst einmal, dann zog ich sie hoch und faste sie 
an die Hand. Wir gingen zu meinem Wagen und fuhren dann zu einer
Pizzeria, dort holte ich für uns beide jeweils eine Pizza und einen Salat für
uns. Zu Hause angekommen setzte ich mich erst einmal mit Bella an
meinen Küchentisch und dort aßen wir unsere Sachen. Danach sah Bella 
schon gleich etwas besser aus. Sie musste unbedingt regelmäßig etwas zu 
sich nehmen. Wir räumten dann noch alles weg und setzten uns ins 
Wohnzimmer, dort wollte ich Bella von dem Angebot erzählen.

" Bella, du hast ja mitbekommen, das Dr. Cullen unser Gespräch zum Teil 
mitbekommen hatte. Nun hatte er mir gesagt, das er zwei Stellen zu 
vergeben hätte, wie du ja mitbekommen haben solltest ", ich sah Bella an, 
die nur nickte. Also sprach ich weiter.

" Nun wie es aussieht, würde er dir gerne helfen und meinte, wenn du 
Interesse haben solltest, würde er dir gerne die zwei Stellen anbieten. 
Natürlich erst einmal als Probemonat, und dann würdet ihr weitersehen ",
ich sah Bella fragend an.

" Was ist das denn für eine Arbeit ?", Bella sah mich fragend an.  

" Also einmal brauchen wir eine Reinigungskraft für die Praxis, und dann
braucht er noch einen Babysitter für seine dreijährige Tochter. Also 
wenn du es dir zutrauen solltest, würde er dir die Arbeit geben ", ich sah
sie hoffnungsvoll an.

" Alice das geht nicht ".

" Was...wieso nicht ? Bist du verrückt geworden ? Das ist deine Chance, 
du brauchst Arbeit und er würde sie dir geben. Wo willst du den sonnst
welche finden, zumal du schwanger bist, da nimmt dich doch keiner einfach
so ", jetzt wurde ich wieder sauer. Die hatte sie doch nicht mehr alle.

" Willst du dein Kind behalten oder nicht ?".

" Natürlich will ich es behalten, was ist das denn für eine Frage ", entrüstete 
sich Bella, sie sah wieder leicht blass aus.

" Na siehst du, du brauchst die Arbeit und er braucht jemanden. Im übrigen
kannst du dann gleich für später üben. Du kommst morgen früh mit in die 
Praxis, und da wir den ersten Patienten erst um 9.00 Uhr haben, kannst du 
mit ihm in Ruhe reden. Und ich will keine Widerrede hören ", ich zog meine
Augen zusammen und sah, wie Bella ihren Kopf einzog. Ha...das lief doch 
gar nicht mal so schlecht. Und den Rest müsste Dr. Cullen machen.
Wir quatschten dann noch eine ganze Weile miteinander und machten uns
dann für die Nacht fertig. Für Bella zog ich meine Couch aus, damit sie
darauf schlafen konnte, und morgen Früh würde ich schon dafür sorgen
das sie die Arbeit annimmt. Ob sie wollte oder nicht.


Edwards Sicht :

Endlich kam ich zu Hause bei meiner kleinen Prinzessin an und als ich die
Türe aufschloß, flog sie mir schon in die Arme.

" Daddy...Daddy, ich hab dich vermisst ", schrie sie mir ins Ohr. Ich glaube
, irgendwann bin ich noch mal Taub. Ich lachte und hob sie hoch, damit ich
sie durch die Luft wirbeln konnte. Sie quietschte dabei freudig auf und mein 
Herz machte einen Sprung. Es war so schön zu sehen, das sie glücklich war
mich zu sehen.

" Ich hab dich auch vermisst Prinzessin. Und hattest du heute viel Spaß ?", 
fragte ich sie und kitzelte meinen Engel dabei ab.

" Ich durfte den ganzen Tag Fernsehen, weil Tiffany telefoniert hatte ", 
sagte mein Engel. Wie bitte, den ganzen Tag vor der Glotze ? Ich glaub
ich spinne. Tiffany kam gerade aus dem Wohnzimmer und wollte gehen.

" Warten Sie mal Tiffany, es kann nicht angehen, das Sie Emily den ganzen
Tag vor den Fernseher setzen. Dafür werden Sie nicht bezahlt. Sie sollen 
sich mit ihr beschäftigen, aber nicht so ", ich war sauer. War Sie zu gar
nichts zu gebrauchen ? Es war wirklich nicht auf Sie verlass. Ich brauchte
schnellstens eine Neue Babysitterin für Emily, und wenn alles gut gehen 
würde, hätte ich auch schon eine. Bella hatte, obwohl ich sie nur kurz
gesehen hatte, einen sehr vernünftigen Eindruck gemacht. Hoffentlich konnte
Alice sie überzeugen, sonst müsste ich noch mal mein Glück versuchen.

" Also Dr. Cullen, es ist doch egal was sie macht, Hauptsache sie ist nicht
alleine ", sagte Sie ziemlich Hochnäsig. Das konnte doch nicht Ihr ernst sein.

" Sagen sie mal...gehts Ihnen noch gut ? Dafür bezahle ich Sie aber nicht. 
Sie sollen sich mit Emily beschäftigen und sie nicht den ganzen Tag vor 
den Fernseher setzen !", ich wurde immer lauter, aber Tiffany verzog noch 
nicht einmal eine Mine.

" Bis Morgen, Dr. Cullen ", sagte sie dreist zu mir und ging einfach weg.
Ich war sprachlos und wusste nichts mehr zu sagen. Emily sah mich aus
ihren kleinen Kulleraugen an und ich schmolz einfach dahin, meine Wut
auf Tiffany war vergessen.

" Na komm, ich mache uns etwas zu essen und dann gehts ab ins Bett.
Was hast du den heute Mittag gegessen ?", wollte ich von ihr wissen,
sie sollte nicht unbedingt dasselbe zweimal bekommen.

" Cornflakes ".

" Bitte was ? Hat Tiffany dir nichts gekocht wie sie es sollte ?", fragte
ich meine Kleine und sie schüttelte nur mit dem Kopf. Das ging so
nicht weiter.

" Dann koche ich uns jetzt etwas. Was möchtest du denn gerne essen, 
meine süße ?", ich lächelte sie an, sie konnte nur wirklich nichts dafür.

" Spagheeeetttii ", schrie sie wieder und jetzt musste ich richtig laut los 
lachen. Natürlich, ihr Lieblingsessen wie bei allen Kindern. Ich kochte 
uns Spaghetti 
und machte Emily dann fürs Bett fertig. Ich las ihr noch eine 
Geschichte vor und sie schlief 
auch sehr schnell ein. Ich ging in die Küche und räumte noch 
das Ganze Geschirr in 
die Spülmaschine . Anschließend setzte ich mich ins 
Wohnzimmer und las noch etwas, bis 
es dann auch für mich Zeit wurde ins Bett zu gehen.




                                        * ~ *



So das lief doch gar nicht so schlecht mit Bella. Mal sehen 
wie das Gespräch mit ihr und Edward läuft.

Bis zum Nächsten Mal.

Eure Susanne
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